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08.März 2012 Nach einer Alptraumsaison mit den Jägern, herrscht nun wieder Frieden für die nächsten 5 Monate. Ein Jäger hatte alle unsere Wegweiser heruntergerissen und wir können damit wieder von vorne anfangen. Wir haben einige Jäger angezeigt, doch werden wir wohl nicht erfahren, ob man sie zurechtgewiesen hat oder nicht. Kurz vor Weihnachten kletterte der Preis für Trifili Heu auf 9 Euro pro Ballen. Wir haben die Fütterung damit ein wenig reduziert, doch die Esel brauchen diese Heu wirklich dringend und die Ausgaben waren besorgniserregend. Ein Dank an alle, die uns zu diesem Extrakosten etwas beigesteuert haben. Traurigerweise haben wir am ersten Weihnachtsfeiertag Mistral verloren und Sinarades am zweiten. Sie hatten Kolik mit unbekannter Ursache und keine Behandlung schlug an. Mistral war 1 Jahr bei uns, Sinarades 3 Jahre, so hatten beide eine Zeit in der sie sicher, zufrieden und gut versorgt ein Leben ohne Angst leben konnten. Wir müssen akzeptieren, dass dies oft das Beste ist, das wir für sie tun können. Glücklicherweise hat Romana aus Österreich uns ein Sedativum geschickt, so dass wir unseren hochdrehenden Jagdhund nach 3 Wochen etwas sedieren konnten und ihm auf den Weg ins Hundetierheim und in Sicherheit bringen konnten. Silas hat eine Pflegestelle gefunden mit Aussicht dort immer bleiben zu können, wenn er sich benimmt. Er ist nun in Deutschland und wir vermissen ihn hier. Wir
haben ein ganz großartiges Weihnachtsgeschenk erhalten mit einer
aussergewöhnlich großen Geldspende für unsere Arbeitsräume.
Wir benötigen es für eine neu zu errichtenden Futterküche,
einen Arznei/Behandlungsraum, was wiederum 3 Stallboxen freimacht, die
momentan dafür belegt sind und wieder mehr Platz für die Esel
bedeutet, eine Küche, einen Toiletten/Duschraum ( was uns ermöglicht
den Ehrenamtlichen dann auch Sanitäranlagen zu bieten, so dass hoffentlich
mehr Volontäre kommen werden, was wieder den Eseln gut tut). Im Moment
werden die Fundamente, die Stützpfeiler und die Dächer von Handwerker
gebaut. Die Rest der Gebäude wollen wir fertigstellen wenn wieder
Geldmittel da sind und durch ehrenamtliche Arbeit. Unseren aufrichtigen
Dank an Renate Klenk, die im Juni uns besuchen kommt. Renate hatte bereits
vor zwei Jahren das Geld zum Bau des Fundaments unseres Stallgebäudes
gespendet. Am 05. Januar wurde uns von einem Dorfbewohner der Kater Caspa ins Tierheim gebracht. Es sah so aus, als hätte er einen Tritt ins Gesicht bekommen oder wäre von einem Auto angefahren worden. Zunächst sah es so aus, als würde er sich erholen, doch nach 6 Tagen ging es wieder bergab und ich brachte ihm zum Tierarzt, wo er einen Tag später starb. Am 12.Januar starb Bliss ganz plötzlich. Morgens ging es ihr schlecht und nachmittags um 4 Uhr war sie tot. Sie war eine so liebenswerte ruhige Seele mit einfach wundervollen Augen und ungewöhnlich langen weißen Wimpern. Wir haben Siren zu Fuzzy als Beistand gestellt, doch Fuzzy schien das nicht weiter zu kümmern. Doch Fuzzy verliert langsam ihre Sehkraft, so wird es in Zukunft etwas Trost sein Siren als neue Partnerin an ihrer Seite zu haben. Marielle von Holland kam am 15.Janaur und half uns 3 Wochen lang. Esel, Hunde und Katzen haben alle sehr von ihrer Arbeit und Zuwendung profitiert. Lunar kam am 18. Januar zu uns. Maggie hatte sie vor 4 Jahren gerettet nun aber die Möglichkeit verloren sie weiter in einem Stall unterzubringen und fragte daher uns, ob Lunar bei uns überwintern könne. Wenige Wochen später kam Maggie dann regelmäßig die Woche um uns zu helfen. Somit hatte Lunar einen warmen Stall, genug zu essen und Maggie, die sie verwöhnt hat. Mitte Februar hörte sie auf zu essen und es schien eine Art Organversagen einzusetzen und Maggie traf die tapfere und korrekte Entscheidung sie einschläfern zu lassen. Es ist nur eine Theorie von mir, aber viele der Esel, die zu uns kommen haben ein langes entbehrungsreiches und hartes Leben hinter sich. Sie haben lange physisch und psychisch ums Überleben gekämpft. Wenn sie nun nach einer Weile hier erkennen, dass sie keine Angst und Sorgen mehr haben müssen, entspannen sie mental und körperlich und sie sterben in Frieden und Trost. Nicht das Allerschlimmste letztendlich. Im Januar erreichte uns ein Notruf zu 20 Pferden die irgendwo merkwürdig angebunden sein sollten und in einem schlechten Zustand seien. Zusammen mit Maggie und Cheryl machten wir uns auf den Weg dorthin. Die Pferde waren nicht in der allerbesten Form, doch bis auf ein Tier, dass eine schmerzhaften Hufabszess hatte, gab es kein Grund zu einer Anzeige. Der Besitzer wurde kontaktiert und gebeten den Hufschmied zu rufen, dass er sich den Hufabszess ansehen sollte. Merkwürdigerweise wollte der Hufschmied „nicht in die Sache hineingezogen werden“. Gott sein Dank brach der Abszess bei dem Pferd am nächsten Tag von alleine auf und damit war dieses Problem auch gelöst. Wir werden die Pferde für die nächsten Monate im Auge behalten. Sie sind nur ein paar der hundert sogenannten Trekking Pferde überall auf der Insel für die leider nach Ende der Saison nicht wirklich gut gesorgt wird. Sollte jemand mal so einen Platz besuchen und dabei etwas vorfinden, dass nach offensichtlicher Vernachlässigung aussieht, dann kontaktiert bitte The ARK im Süden der Insel oder CARE im Norden und wir werden es an die Meldestelle auf der Insel weiterleiten. Wir sollten in der Sache alle zusammenarbeiten. Es steht außer Frage, dass das von Sally seit Jahren geführte Trekking Center in Kato Korakiana mit dem oben Geschilderten nichts zu tun hat. Am 31. Januar standen Oran und Matan, zwei Israelis vor unserem Tor und wollten ein paar Tage helfen. Oran ist Tierarzt und konnte bei einigen Problemen, die wir hatten, uns gute Tipps geben. Viel zu früh waren die beiden wieder weg und unterwegs.
Am 02. Febraur kam ein griechischer Dorfbewohner und brachte uns eine vergiftete Katze. Er und auch derjenige, der uns Caspa brachte ließen etwas Geld zur Behandlung da. So etwas ist neu und auch etwas ermutigend, also nicht nur die Tiere zu bringen damit sie Hilfe bekommen sondern sich auch finanziell zu beteiligen. Ich habe ihr etwas von meiner Notfallapotheke für Vergiftungsfälle, die ich immer da habe, verabreicht. Zunächst ging es ihr wieder besser und ich freute mich schon, trotzdem aß sie die nächsten Tage schlecht, sie schien etwas im Hals zu haben. Trotz Röntgenaufnahme und tierärztlicher Hilfe hat sie sich nicht wieder erholt und ist kurz darauf gestorben. Es ist immer so enttäuschend wenn solche Dinge passieren und du alles für den Patienten getan hast, aber wir können halt nur versuchen zu helfen. Am 05. Februar bekam Dina, eine unserer blinden Esel, eine Kolik und ich war schon ganz niedergeschlagen bei dem Gedanken an einen weiteren Tiefschlag. Doch die Behandlung schlug glücklicherweise an und sie war wieder wohlauf am nächsten Tag. Am 07. Februar kam Aris unser Hufschmied von Kreta herüber um die Hufe aller unserer Esel zu trimmen. Ich war sehr froh, dass er bei keinem einen Abszess oder andere Probleme gefunden hat. Ich führe das auf härterer Böden durch viel weniger Regen in diesem Winter und die regelmäßige Hufpflege von den Ehrenamtlichen zurück. Aris wird vom Tierschutzbund Zürich finanziert, wir bedanken uns, dass auch dieses Mal die wertvolle Hilfe wieder von ihnen finanziert wird. Da wir die letzten Monate keine Neuzugänge hatten war es fast ein Schock auf einmal 6 Neue in einer Woche zu bekommen. Kavala, Rimini, Mica, Syros, Zante und Anzio. In der darauffolgenden Woche kam dann noch das Mini Maultier Pico. Vier von den Eseln haben entsetzliche Hufe und nur Mica und Zante sind in einer guten körperlichen Verfassung. Mittlerweile war unser Hufschmied schon zurück auf Kreta und wir waren auf der verzweifelten Suche nach einem fähigen Hufschmied vor Ort. Nach einer Woche hörten wir dann von Jackos und fragten ihm um Hilfe. Selbst wenn er nicht richtig professionell qualifiziert ist so hat er doch mit allen einen guten Job gemacht. Es ist gut zu wissen, dass es auch hier jemanden gibt, den wir bei Bedarf anfordern können.
Leider ist unsere Rimini kurze Zeit später gestorben. Skyros ging es seit ihrer Ankunft auch schlecht und wir dachten schon wir würden sie auch verlieren, aber mittlerweile ist mehr Hoffnung, dass sie es schafft. So sehr sie aufgefüttert werden müssten, sie mögen einfach unser Futter nicht. Wir haben schon jede Futtermischung ausprobiert, doch die meisten überleben im Moment nur mit Äpfel, Karotten und Brot. Hätten wir bloß eine Pferdeklinik nach Britischem Standard hier. Schon seit einigen Monaten haben wir keinen Wasseranschluss mehr. Ein Feuerwehrlöschfahrzeug bring ein über den anderen Tag Wasser vorbei ( zweimal hatten sie dabei vergessen die Wassertanks des Fahrzeugs zu füllen!). Wir benötigen diesen Wasseranschluss dringendst, doch ob der je repariert wird ist sehr fraglich. Ständig Wassercontainer hin und her zu tragen ist extrem anstrengend, wir können keine Waschmaschine mehr benutzen, ich kann noch nicht mal mehr ordentlich duschen ! Am meisten Sorgen machen die Gedanken an die mögliche Feuergefahr, mit ein paar Eimer Wasser würden wir es nicht löschen können ! Wir planen einen Appell an die zuständigen Behörden zu richten, mit ernsthaften Überlegungen die Situation wieder zu normalisieren. Letzte Woche kamen die Arbeiter um mit den Fundamenten zu beginnen. Sie haben effektiv gearbeitet, waren ehrlich, hilfsbereit und haben einen guten Job gemacht. Auf der anderen Seite waren wir ständig im Dauereinsatz, Hunde, Katzen, Welpen aus dem Weg zu schaffen, nicht nur für die Arbeiter sondern auch für die ständigen rein- und rausgehenden Transportwagen. Und klar, eine halbe Stunde nach Fertigstellung des Fundaments haben die Katzen und Hunde ihre Pfotenabdrücke dort hinterlassen.! Wir werden auf unseres Link Seite einen Hinweis auf diese Baufirma geben, da sie sehr zu empfehlen ist, sowie sie uns sehr empfohlen wurde. Letzte Woche wurde uns ein Setterhündin gemeldet, die ausgesetzt und mehr tot als lebendig in einer abgelegenen Gegend lag. Wir haben sie geholt und sind direkt zum Tierarzt gefahren. Wir haben ihr den Namen Laylah gegeben. Sie hat ganz gute Chancen zu überleben. Sie ist leider Leishmaniose positiv doch mit einem sehr niedrigen Titter. Da viele Menschen keinen Hund mit Leishmaniose haben wollen, wird sie wohl bei uns im Tierheim bleiben. Sie ist eine sehr ruhige und schüchterne Hündin, doch ich muß sagen, dass die Setter mittlerweile meine Lieblinge geworden sind, da sie so loyal, brav und auch lebenslustige Hunde sind.
Das Wetter spielte die letzten Wochen ein wenig verrückt, es gab sehr viel Regen und viel Feuchtigkeit, was depremierend war. Das scheint sich schon auf die Gesundheit der Esel auszuwirken. Doch die ersten Frühlingsblumen sind schon zu sehen und wir wissen das Wetter wird bald besser.
Wir freuen uns auf die neue Sommersaison und auf die Besuche alter und neuer Freunde und ich bin sicher die Esel warten sehnsüchtig auf etwas zusätzliche Zuwendung und Leckerchen. Der Winter ist für sie alle hart und sie verdienen es im Sommer etwas verwöhnt zu werden. Wir hoffen sehr auf viele neue Studenten und Volontäre, die sich um die Esel kümmern und mit ihnen ins Frühlingsgras spazieren. Die Krise die in Griechenland herrscht spürt man hier auf Korfu kaum, das Leben geht hier im Moment weiter wie immer. Danke an alle für die loyale und fortlaufende Unterstützung und ich hoffe viele von Euch bald wiederzusehen. 16. Dezember 2011 Während ich dies schreibe hört man Donner im Hintergrund, der schlechtes Wetter ankündigt, das sicher länger anhalten wird. Wir hatten aber trotz allem sehr viel Glück mit dem Wetter die letzten 3 Monate, es war ungewöhnlich trocken und warm, deshalb sollte man sich nicht beschweren. Die Esel scheinen alle gesund zu sein, im Moment sieht es so aus, dass man sich um kranke Esel keine Sorgen machen muss, so genießen wir im Moment die Ruhe und hoffen, dass es noch lange so anhält. Trotzdem, die letzten Monate waren schrecklich. Bearte, den ich im letzten blog vorgestellt hatte, starb nach der intensiven Zahnbehandlung. Wir müssen für die Zukunft sehr genau überlegen wie viel den Eseln auch in Bezug auf die notwendigem Zahnbehandlungen zugemutet werden kann. Einige Tage später, ich war gerade auf meinem Kontrollgang am frühen Abend, fand ich Zachari (blind) in einem schlimmen Zustand. Er drehte sich im Kreis und stieß mit seinem Kopf an die Wände, als ich ihn daran hindern wollte, stürzte er zu Boden. Wäre er wieder hochgekommen, hätte das Ganze von vorne angefangen. Es war an der Zeit ihn gehen zu lassen. Eine Woche später schien Mari, ebenfalls blind, die Eselin, die viel an seiner Seite war und die Stallbox mit ihm geteilt hatte, sich auch aufgegeben zu haben, so ließen wir auch sie gehen, damit sie wieder zu ihrem Zachari konnte. Vielleicht erinnert Ihr Euch, dass Mari und Zachari die Stallbox teilten, aus derselben Futterschüssel fraßen, keine Probleme miteinander hatten wenn sie sich gegenseitig anrempelten, andere Esel hätten wie verrückt gegeneinander getreten bei solch Vorkommnissen. Doch diese zwei waren wie füreinander geschaffen, so verwundert es nicht, dass der eine ohne den anderen nicht mehr sein konnte und leben wollte. Einen großen Schock bereitete uns Sidoni, die nur 4 Wochen bei uns war. Sie war mit im großen Zeltbereich, schein fröhlich und gesund. Eines Morgen informierte mich Paul, dass Sidoni vor dem Zelt kollabiert sei. Sie war offensichtlich ernsthaft krank und hatte große Schmerzen. Es sah so als als käme Magensäure aus ihrer Nase und innerhalb von 20 Minuten war sie tot. Es war schockierend und furchtbar eine so scheinbar gesunden Esel so plötzlich zu verlieren. Man kann nur vermuten, dass es sich sehr schwerwiegende Magendarmprobleme gehandelt hat, die bei Pferden und Eseln schnell zum Tod führen können.. So hat Sidoni noch Glück,dass es so schnell passierte. Mein Pferd Jake musste grauenhafte 36 Stunden leiden, bis der Tod ihn erlöste.
Nach einigen Wochen bemerkten wir plötzlich, dass einige Esel ihr
Zusatzfutter nicht mehr fressen wollten. Ihre Temperatur, Herzschlag und
die Atmung waren bei allen annormal.. Ich rief Spiros den Tierarzt an,
dass er von einigen Blut abnehmen solle. Während einer Blutabnahme
bei Dance, kollabierte sie und war eine halbe Stunde später tot.
Am nächsten Tag starb Ketsi, daraufhin mussten wir Vidos einschläfern.
In dieser Nacht starb auch Dolce. Am nächsten Tag mussten wir Zois
und Rambler einschläfern. In dieser Woche erkrankten noch mehr Esel,
aber glücklicherweise haben wir es geschafft, diese durchzubringen
– ungefähr 22 Esel insgesamt waren erkrankt. Wir konnten die
Ursache auf ein Problem mit dem Heulieferanten zurückführen
( ein neuer Lieferant). Es war anzunehmen, dass giftige Pflanzen im Heu
waren. Selbstverständlich haben wir gleich alles Heu in den ersten
24 Stunden als die ersten Erkrankungen auftraten, verbrannt. Es waren
die ältesten, die so schwer erkrankten, ihre Körper hatten einfach
keine Kraft mehr für so eine zusätzliche Belastung. Ketsi hatte
das Cushing Syndrom, das wurde erst kürzlich durch einen in Deutschland
gemachten Bluttest diagnostiziert und wir warteten noch auf die Tabletten,
um mit der Behandlung zu beginnen. Umso trauriger, dass es nun zu spät
war. Vidos und Zois kämpften auch schon länger mit anderen physischen
Problemen, als es sie nun auch traf. Ich muß zugeben, nach all dem habe ich mir gedacht – was mache ich hier bloß ? Mache ich überhaupt etwas richtig? Man fühlt sich oft so hilflos ohne Hilfe im Hintergrund, wie wir sie so selbstverständlich in unseren Heimatländern in Anspruch nehmen - professionelle Hilfe vom Tierarzt. Zumindest können sie oft sagen, um was es sich handelt und was zu tun ist. Nach Rücksprache mit einer Schweizer Tierarztpraxis, der wir die Symptome geschildert hatten, wurde uns auch von dort bestätigt, das es sich sehr wahrscheinlich um eine Vergiftung gehandelt hat. Natürlich werden wir vom diesem Händler kein Heu mehr beziehen und wir haben auch andere Pferdebesitzer vor ihm gewarnt. Das Probleme mit Heu auf dieser Insel ist, dass die Bauern einfach irgendwelches Gras abmähen und zu Heuballen verarbeiten ohne etwas über die Pflanzen zu wissen oder sich darum zu kümmern, was sie da eigentlich abmähen. So lange wie möglich und solange wir es uns finanziell leisten können kaufen wir Trifili Heu vom Festland, was professionell angebaut und geerntet wird, denn die Esel lieben es. Es ist aber auch 3 Euro pro Ballen teurer. Damit kostet uns das Heu 64 Euro pro Tag. Spiros der junge Mann, der uns hilft die Esel zu beerdigen erzählte uns, dass er vor 2 Jahren gebeten wurde 4 wertvolle Kühe zu beerdigen, die gestorben waren nachdem sie Heu gefressen hatten. Es geht es uns also nicht alleine so und es wird bestimmt noch einige unbekannte Tierbesitzer geben, die auf diese Weise unabsichtlich Tiere verloren haben. Ich
habe es aber wieder geschafft mich etwas aufzumuntern als ich einen Blick
auf meine Datenlisten geworfen habe und mir wieder bewußt wurde,
dass es auch Esel gibt, die schon ein lange Zeit bei uns sind. Ira führt
nun nach Zois die Liste der Dienstältesten an, sie kam im August
2005. Axia, Cloud, Ktzina, Lieke und Xara kamen 2006, Circa, Dina, Krini
und Skia sind seit 2007 hier. Alle diese Esel hatten anfangs massive Probleme
und es war eher zu erwarten, dass sie nicht lange überleben. Nicht
mitgezählt sind dabei die Esel, die nun in anderen Ländern leben
und denen es immer noch gut geht. Die Ezelsocieteit in Holland hat einige
unserer alten Esel und sie sehen alle noch gut aus. Auf Facebook kann
man sie sich ansehen. Also, ich denke ich sollte noch nicht aufhören
mit der Arbeit.
Nikita wird kräftiger, sie schreit immer noch fortwährend nach Futter, wenn irgendjemand sich in der Nähe der Küche aufhält. Sie ist die kleinste aber mit Abstand die lauteste und schafft es gut mit beiden Beinen nach hinten auszuschlagen, wenn sich jemand ihr nähert, während sie gerade frisst. Bliss geht es auch gut, leider hat sie massive Zahnprobleme und es dauert leider noch 6-9 Monate bis der nächste Zahnarztbesuch ansteht. Clous und Axis geht es viel besser nach ihrer Spezialbehandlung durch das Schweizer Tierarzt Team. Clous hat sich nun an ihre „neuen“ Hufe aus Vettec gewöhnt und läuft viel schneller. Ich freue mich wirklich, auch wenn es eine Weile gedauert hat, dass Angeliki so viel besser nun läuft als in den 18 Monaten davor. Wie lange das anhält, kann man nicht sagen, sie ist aber ganz offensichtlich viel fröhlicher als vorher. Ich freue mich sehr über dieses Ergebnis, denn es war jede Menge Arbeit und ich weiß, dass einige meinten, es sei falsch sie zu behalten. Doch ich glaube nach nun bald 450 Eseln, habe ich ein wenig Intuition entwickelt, dass ich sagen kann, ob und wann sie genug vom Leben haben. Aber heute hat Angeliki sogar mich überrascht. Ich hatte gerade ihre Hufbandage gewechselt, sie losgebunden und wollte gerade ihre Decke zurechtziehen. Keine Chance, sie galoppierte mit einem Affenzahn aus dem Stall auf das Gelände,. Ich habe sie seit Ihrer Ankunft hier noch nie galoppieren sehen. Wir haben hier auch zwei Neuankömmlinge ganz anderer Art. Ich wollte immer schon einen Truthahn davor retten Weihnachten auf einer Servierplatte zu enden. Diese Jahr hatte ich die Gelegenheit und da einer alleine zu einsam wäre, wurden es dann zwei. Sie sind einfach klasse und es ist so nett sie zusammen laufen zu sehen. Sie leben zusammen mit den Kaninchen und beide Arten leben friedlich miteinander..
Wir haben immer noch kein fließendes Wasser seit dem 13. November. Die örtliche Behörde bringt alle paar Tage Wasser mit einem kleinen Löschfahrzeug. Die Firma Dimos behaupte es handle sich um ein ernstes Problem und sie es sich nicht leisten könnten es zu reparieren, also wird es nicht repariert !. Es ist kaum möglich ein Tierheim ohne fließend Wasser zu betreiben. Aus Gesundheits- und Hygienegründen für die Esel und nicht zuletzt auch für mich. Im neuen Jahr werden wir gehörig Krack schlagen ( das hat jetzt zur Winterferienzeit wenig Zweck). Wir hätten das Land nie gekauft, wenn wir gewusst hätten, dass man uns so einfach kein fließendes Wasser mehr zu kommen lässt, es muß also unbedingt etwas passieren. In unserem letzten blog hatte ich einen Aufruf für neue Regendecken für die Esel gestartet. Wir freuen uns berichten zu können, dass Hans und Andrea, zwei ehrenamtliche Helfer aus der Schweiz uns 400 Euro dafür gespendet haben und eine Griechische Bekleidungsfirma ( die scheinbar nicht genannt werden will) hat noch 500 Euro dazugegeben. So konnten wir 22 neue Regendecken anschaffen.
Im Oktober kam mein Partner Paul wieder für Wochen um bei den Instandhaltungsarbeiten zu helfen. Wie immer hat er so viele Arbeiten erledigt, neben der allgemeinen Hilfe bei den Eseln. Wir haben nun eine Betonmauer quer vor dem Zelt (komplett mit Einfahrtrampe) damit der Regen nicht mehr ins Zelt läuft. Das Stallgebäude wurde mit einem Imprägnierspray ( umweltverträglich versteht sich) behandelt und die Unterstände auf dem Gelände repariert. Eine Art Drainagesystem wurde gegraben, um bei heftigen Regenfällen das Wasser besser vom Gelände abfließen zu lassen. Außerdem hat er Gestelle für unsere Wassertanks gebaut und noch jede Menge andere Arbeiten erledigt. Paul kommt immer zweimal im Jahr auf seine eigenen Kosten und als Selbstständiger verzichtet er somit bald 9 Wochen im Jahr auf Einnahmen, wenn er hier ist und uns hilft. Wir wissen das sehr zu schätzen.
Die Mauer und Rampe Derek and Rachel die beide hier als Voluntäre für 6 Monate gearbeitet haben, haben Geld bei einem Fest gesammelt und 500 Englische Pfund gespendet. Angelika Mestwerdt, die auch unsere liebenswerte Bella aufgenommen hat, hat auf einem Weihnachtsmarkt mit einem Verein in Deutschland 1.200 Euro für CDR gesammelt und zusammen mit ihrem Mann nochmal 1.000 Euro privat gespendet.
Vor ca. 2 Wochen wurden zwei Schwarz-braune Jagdhunde an einer Bushaltestelle nahe des Tierheims ausgesetzt. Sie waren so durcheinander, dass man sie nicht fangen konnte. So haben wir versucht sie an Ort und Stelle Tag und Nacht zu füttern, dass sie ein wenig Vertrauen fassen und dort bleiben. Vor 5 Tagen fand ich den einen sehr krank vor. Ich habe ihn mit zu uns geholt und den Tierarzt gerufen. Doch dieser Hund, ich habe ihn Misty getauft, starb noch in der Nacht darauf. Es sah ganz danach aus, dass der Hund vergiftetes Futter gefressen hat. So haben wir uns natürlich noch mehr Sorgen um seinen Bruder gemacht, denn er war noch scheuer. Er war aber wohl o.k. und wir haben ihn weiter gefüttert., hatten aber noch kein Glück, ihn einzufangen. Heute war er das erste Mal nicht dort, als ich ihn füttern wollte. Ich kann nur hoffen, dass es ihm gut geht und ich ihn morgen wiedersehen werde. So viele Griechen können es nicht ausstehen, wenn man Streuner füttert. Dann wird man auf das Übelste beschimpft und wenn sie Dich dabei sehen, laufen die Tiere Gefahr vergiftet zu werden. Man muß also sehr vorsichtig dabei sein und es möglichst heimlich in der Nacht machen. . Vor einigen Wochen hat mir Cheryl, einer unserer Ehrenamtlichen von einem Hund auf der Straße nach Paleocastrica erzählt, die in einem erbarmungswürdigen Zustand sei. Ich fuhr los um sie zu suchen und ich habe es noch nie erlebt dass ein Hund so blitzschnell über die Straße zum Auto rennt, um gerettet zu werden !! Sie wäre durch das Autofenster gesprungen, wenn sie gekonnt hätte. Doch sie war physisch auch wegen schlimmer Probleme in den Hinterläufen dazu überhaupt nicht in der Lage. Wir hatten sie auf jeden Fall mal für eine Woche im Tierheim. Ruck zuck war es ihr Zuhause und sie wollte alles unter Kontrolle haben., Cheryl hat sie dann als Pflegehund genommen, da wir ihren Bewegungsdrang etwas einschränken mussten. Uta von der Tierhilfe Korfu hat sich bemüht schnell einen Platz für sie in Deutschland zu bekommen, da sie auch dringend ärztliche Hilfe brauchte. Am 2. Weihnachtsfeiertag konnte sie nach Deutschland ausfliegen und wird nun gut versorgt. Cheryl und Colin haben als Pflegeeltern gute Arbeit geleistet und sie sieht jetzt schon wunderbar aus, braucht aber Hilfe für ihre Hüftgelenke.
Trotz all der traurigen Zeiten und unserer Verluste, machen wir mit unserer Arbeit weiter und helfen auch weiterhin mehr Tieren und sind dankbar das tun zu können. CDR wird weiter wachsen und Fortschritte machen für die Esel. Das ist auch alles möglich durch die Unterstützung die Ihr uns allen gebt. Vielen Dank. Frohe Weihachten und ein Gute Neues Jahr !! Wir hoffen viele von Euch 2012 wiederzusehen.
08.
Oktober 2011
Der letzte Web log ist leider schon 5 Monate her, so gibt es jede Menge
Neuigkeiten, ich fasse mich diesmal aber etwas kurz, denn sonst komme
ich zu keinem Ende. Also diesmal ein etwas kurzer Web log, doch dafür
viele Bilder, die auch Geschichten erzählen.
Vor zwei Wochen konnten wir hier wieder Laura die Pferdezahnärztin und Aris den Hufschmied begrüßen. Beide werden von dem Tierschutzbund, Schweiz gesponsert. Und ich bin glücklich sagen zu können, dass der TSB großzügig zugestimmt hat, diese Arbeit auch für das Jahr 2012 zu finanzieren. Zusätzlich wurde vom Tierschutzbund auch noch Warenlieferung von Futter für die alten Esel bezahlt. Diese Hilfe ist ganz großartig und wir senden unseren aufrichtigen Dank dafür. Dieses spezielle Futter war ein großer Fortschritt für die Esel und sie konnten schneller an Gewicht zulegen. Wir hoffen, dass nach der Zahnbehandlung auch die Esel mit den schlechteren Zähnen das Futter wieder besser kauen und zunehmen können.
Ich freue mich, von einem ganz besonderen Besuch im letzten Monat berichten zu können. Vor zwei Jahren haben wir eine Eselin namens Fragoula aufgenommen. Der Besitzer war sehr krank und seine Frau konnte aufgrund der Krankheit ihres Mannes sich nicht mehr um den Esel kümmern, so dass die Tochter uns gebeten hatte, Fragoula aufzunehmen. Nun war die Familie zum allerersten Mal im Tierheim, um nach ihrem Esel zu sehen. Keine Frage, es gibt auch ehemalige Besitzer, die sich noch Gedanken um ihre Esel machen.
Lucy, unsere Mutterhündin mit ihren 8 Welpen hat bei Gerd in Deutschland ein Zuhause gefunden zusammen mit Major Mouse einem ihrer Welpen, der einen stark deformierten Unterkiefer hatte und Probleme mit den Hinterläufen. Nun wird berichtet, dass er sich mit seiner Unterwasser Physiotherapie gut entwickelt hat.
Turner, Effi und Fuzzy haben alle COPD (Lungenemphysem). Wir bekamen einen Inhalator (für Pferde) um ihre Probleme zu lindern. Turner ist momentan der einzige der diese Unterstützung braucht. Er ist da nicht wild drauf, doch ich glaube, es hilft ihm. Trotzdem muss ich alle warnen, die sich für dieses Gerät interessieren. Wir haben zwar 250 Euro dafür bezahlt, doch leider besteht es aus vielen billigen Plastikteilen, die schnell auseinanderfallen und dann nicht mehr zu gebrauchen sind. Die Hersteller-firma war auch nicht kulant und ließ uns für die Ersatzteile bezahlen. Diese Konstruktion ist nicht wirklich zum Gebrauch bei Pferden geeignet, die sich nicht in so verständiger Weise verhalten wie Menschen.
Während Laura und Aris hier waren, hatten wir auch Besuch von zwei Schweizer Tierärzten und einem Schweizer Hufschmied. Sie kamen mit ihrem Sponsor, Herrn Dr. Fuchs, um ganz spezielle Fälle zu behandeln. Zois, Axia, Angeliki und Cloud kamen in den Genuss von exzellenter Tierarzt- und Hufschmiedbetreuung. Angeliki und Axia leiden beide unter dem Ballerina Syndrom und es hat sich im Laufe der Zeit so verschlimmert, dass es ihr Leben über kurz oder lang verkürzen kann. Zuerst wurde bei beiden mit einem chirurgischer Eingriff der Beugemuskel im Bein durchtrennt und dann fertigte der Hufschmied aus Vettec ( einer Art Silikon) einen speziellen Schuh, sozusagen einen neuen Huf. Axias Reaktion was erstaunlich, nach der ganzen Prozedur sprang sie wie von der Tarantel gestochen hoch, obwohl ihr Bein noch in Gips war. Danach hatte es fast den Anschein als würde sie damit ein wenig angeben und nun ist sie noch mehr darauf bedacht ihre teure Freundin Cloud gegen andere zu verteidigen. Bei Angeliki zeigte sich auch gleich eine Verbesserung aber anders als bei Axia, da sie zusätzlich noch andere Gesundheitsprobleme hat. Soweit war alles gut, doch nach zwei Tagen bemerkten wir, dass Angeliki das Bein nun überhaupt nicht mehr belasten konnte. Sie konnte nur noch sozusagen hüpfen. Nach Rücksprache mit Patrick in der Schweiz mussten wir den ganzen Vettec Hufaufbau wieder abklopfen und dann fanden wir auch die Ursache –darunter hatte sich ein Abszess gebildet. Wir hoffen, dass es nach der Behandlung und des Abklingens des Abszesses Angeliki wieder besser geht. Zois and Cloud haben mit Vettec auch Verbesserungen an ihren Hufen erfahren, doch da braucht es noch etwas Zeit bis man Fortschritte sieht und sie sich seelisch und körperlich auf diese neue Gehgefühl eingestellt haben. Hoffentlich wird alles bald wieder gut. Und zu guter Letzt hat Dr. Tobias Vogtli noch alle unser 9 Jungkatzen kastriert.
Unseren ganz, ganz großen Dank an Herrn Dr. Fuchs, Dr. Tobias Vogtli,
Dr. Patrick Luder und Josef Pfaff, den Hufschmied. Auch noch ein besonders
Dankeschön an Soula, die uns das tragbare Röntgengerät
aus der neuen Klinik vorbeigebracht hat und ein Dank an ihren Chef für
die Erlaubnis, dass wir es benutzen konnten.
Vor kurzem waren Romana, Helmut und Marina aus Österreich hier, den Van voll mit guten Sachen für die Esel. Pferde-Hund- und Katzenfutter, Bandagen, Medizin, Halfter, Führleinen, Hundespielzeug …. und vieles mehr, alles wunderbare Geschenke von verschiedenen Spendern, natürlich auch von Romana und ihren Freunden. Ein ganz dickes Dankeschön an Euch alle !!!
Romana hat mich noch gebeten besonderen Dank auszusprechen an :
Benie und Zesti 14.
Juni 2011 Der Transport nach Deutschland musste zunächst leider wegen unkooperativen Verhaltens seitens der Amtsveterenäre vor Ort verschoben werden. Ihre Entschuldung war, das die zuständige Person, die sich mit dem entsprechenden Computerprogramm dazu auskennen würde, im Urlaub sei ! Aber die gute Nachricht ist, endlich am 07. Juni 2011 haben sich 15 Esel und 2 Ponys in ihr neues Zuhause auf den Weg gemacht. Alle sind gut und sicher angekommen, weiter unten auf der Seite finden sich Bilder von den Eseln und Ponys in ihrem neuen Zuhause. Unseren ganz herzlichen Dank an Elke und Timo Schuster, die 13 Esel aufgenommen haben und an Waldi und Klaus Hausmann-Richter, die 2 Esel aufgenommen und an die Ezelsocieteit in Holland, die den zwei Ponys ein Zuhause gegeben haben. Wir wünschen allen nur das Beste und wir hoffen, dass die Tiere allen große Freude bereiten werden. Sobald es mir meine Zeit erlaubt werde ich alle besuchen kommen ! Ein großes Dankeschön auch an Tina und Jürgen Bolz, die diesen Transport finanziert haben. Ohne die finanzielle Unterstützung könnte keiner der Tiere diese Insel verlassen. Am 8. Mai erschienen Zigeuner bei uns mit einem wunderschönen Esel. Sie meinten, der Esel hätte Probleme mit der Schulter, haben dabei aber übersehen, dass die Eselsstute auch gerade unter einem akuten Schub von Hufrehe litt. Wir nannten sie Mandouki. Sie schaffte es gerade bis hinter unser Eingangstor zu unseren Heuvorräten, dort legte sie sich hin und stand auch die nächsten Wochen nur zum Fressen und Trinken auf. Wir haben sie mit allen erdenklichen Mitteln gegen Hufrehe und gegen die Schmerzen behandelt. Nun bin ich froh, sagen zu können dass sie sich wieder auf dem gesamten Gelände des Tierheims bewegt und an allem sehr großes Interesse hat. Ihre Schulterverletzung ist noch nicht geheilt, wird vielleicht nie wieder ganz gut und sie immer ein wenig hinken, doch ich hoffe sehr, dass sie noch schöne und frohe Lebensjahre vor sich hat. Im Mai kam Jürgen, das Auto voll mit allerhand guten Sachen für die Esel, Werkzeug und was man sonst noch so alles braucht. Er brachte auch etwas für mich mit, eine solarbetriebene Gartendusche ! Ein paar Tage später traf auch Gerd ein, ein Elektriker und Bekannter von Jürgen. Er hat die folgenden Tage alle Lampen im Stall und im Zelt und den Wohnwagen angeschlossen und alle noch notwenigen elektrischen Anschlüsse gelegt, damit alles gut zusammen über den Generator anzuschalten ist. Ein ganz großes Dankeschön dafür an Gerd ! Gerd hat auch einem unserer Hunde und einem Welpen ( ein ausgesprochenes Sorgenkind) ein neues Zuhause bei sich ermöglicht. Jürgen blieb noch etwas länger und hat anfangs noch ein paar Tage zusammen mit Paul (Vorstandsmitglied des Vereins Friends of Corfu Donkey Rescue in England), der später dazu gestossen war, allerhand Arbeiten und Reparaturen erledigt. Paul blieb wie immer einen Monat und hat noch Zäune gesetzt, die Unterstände wieder aufgebaut, meine Duschkabine gebaut , den Boden im Anhänger repariert und noch eine Million anderer Dinge erledigt, die nötig waren. Wenn er hier bloss das ganze Jahr sein könnte, wir könnten hier wir wirklich mal ein paar mehr Männer gebrauchen. Christina Harkness war auch hier ( auch ein Mitglied von FCDR in England) um Angelegenheiten zur Geldbeschaffungsmaßnahmen und anderen anstehenden Projekten zu besprechen. Es war also eine sehr, sehr geschäftige Zeit . Doch glücklicherweise waren auch viele großartige Studenten und Ehrenamtlich da, so dass ich auch dieses mal die Zeit hatte mich auch mit diesen wichtigen Dingen zu beschäftigen ( wie z.B. auch diesen web blog zu schreiben). Es kommen viele Besucher aber auch alte Freunde, die die Esel wiedersehen möchten und auch den Fortschritt, denn viele gemacht haben. Jeder ist beeindruckt und freut sich die Esel in der schönen Umgebung , offensichtlich glücklich und zufrieden zu sehen. Der Tierschutzbund Schweiz hat eine Tonne Spezial Futter von Deutschland aus geliefert, was in ein paar Tagen ankommen soll. Futter für ganz alte Esel mit nur ganz wenigen Zähnen!, Wir werden berichten, was die Esel davon halten
Dank auch an Agni
Animal Welfare Fund die die Kastration von 3 unserer jungen Katzen
und die Entwurmung für alle unsere Katzen übernommen hat. Mit
all diesen Katzenwelpen war hier viel los! Martyn und Jiska von Holland
haben zwei der Welpen mit nach Holland genommen, doch es kamen noch 3
mehr dazu und schliesslich fanden wir noch eine Mutterkatze mit ihren
2 Welpen, die am Straßenrand entsorgt worden waren. Die Katzenwelpen
hatten Katzenschnupfen und waren in keinem guten Zustand, aber hoffentlich
überleben sie, selbst wenn eines bereits ein Auge verloren hat.
Traurig auch, das eine unserer jungen Katzen, noch kein Jahr alt, verschwunden
ist. Armer Tom, wir fragen uns, wo er sein könnte und was passiert
ist. Sein Bruder Jerry vermisst ihn so sehr , wie ich. In diesem Frühjahr haben wir 13 Hundewelpen aufgenommen, 8 wurden mit ihrer Mutter ausgesetzt, 2 wurden in einem Karton am Straßenrand gefunden, dann eine paar Tage später wieder zwei, die auf der Straße liefen und zu guter Letzt noch einer eine weitere Woche später. Es war am Anfang wirklich nett sie um sich zu haben, zuzusehen, wie sie grösser wurden und sich so langsam die unterschiedlichen Charakteren entwickelten – doch sie standen auch viel in den Füßen herum, haben eine Menge kaputt gemacht und noch mehr durcheinander gebracht. Wir haben hier einfach keine guten Voraussetzungen für viele Hunde und Welpen. Vier konnten bereits ein neues Zuhause in Deutschland finden, für die anderen hoffen wir das auch bald, dass wir uns wieder voll auf unsere Esel konzentrieren können.
Wir wurden auch etwas von Katzenwelpen überflutet. Sie sind nicht wirklich ein Problem, da sie sich oft selbst beschäftigen und sich viel im Stall aufhalten. Wir überlassen kein Tier seinem Schicksal, wir tun was wir können. Doch das alles ist natürlich auch eine zusätzliche Last für unsere Finanzen. Doch es kamen auch ein paar neue Esel: Roula und Voulis. Beide wurden uns von Besitzer übereignet, die sie nicht mehr haben wollten. Roula war in einem sehr schlechten Zustand, sehr dünn und über und über mit Exkrementen bedeckt nach dem Winter nur im Stall. Sie war recht scheu, wir haben sie sauber gemacht, sie hat zugenommen und sie hat sich zu einem liebenswerten Esel entwickelt. Voulis war anfangs auch sehr nervös als sie kam, es wurde bald besser und sie wurde fröhlicher. Das ging solange gut, bis sie krank wurde und ich ihr 6 Tage lang jeden Tag eine Spritze geben musste. Jetzt geht sie laufen, wenn sie mich nur sieht. Aber ich denke mit der Zeit wird sie das wieder verwinden, das haben noch alle geschafft.
Wir haben gerade die Nachricht bekommen, dass Hektor unser geretteter Jagdhund ( siehe auch den letzten blog) an Herzwürmern schwer erkrankt ist. Wir alle hoffen, dass er sich wieder erholt. Alice und ihre Familie haben wahre Wunder an diesem Hund vollbracht und er sah wieder so gut aus, schlimm, dass er jetzt solche Probleme hat, nach allem was der Hund schon durchgemacht hat. Es ist viel passiert in den letzten Monaten. Es ist niemals eintönig hier. Manchmal ist es traurig und frustrierend. Doch wir gehen irgendwie damit um und machen weiter, denn es gibt noch so viele Esel, die unsere Hilfe brauchen, so können wir es uns nicht leisten zu viel zu trauern, denn die Arbeit hört ja nicht auf. Aber die Unterstützung von so vielen von Euch lässt uns weitermachen, vielen Dank dafür. Ich war traurig, als ich erfahren habe, dass Elizabeth Svendsen am 11. Mai diesen Jahres gestorben ist. Sie hatte einst vor 30 Jahren einen Esels Tierschutzverein gegründet. Mittlerweile ist es zu einer sehr großen Organisation geworden, die schon tausenden von Eseln geholfen hat , gerade auch zu einer Zeit, als sie sehr unter Missständen in England leiden mussten. Heute arbeitet der Verein in vielen Teilen der Erde (leider nicht für unsere Esel hier). Das ist ein schwerer Verlust für die Esel, aber wir wissen, dass die Arbeit, die sie begonnen hat in ihrem Sinne weitergeführt wird. Mittlerweile ist diese Organisation zu einer der größten und auch wohlhabendsten für Esel geworden. Unsere liebe Setterhündin Bella ist nun endlich in ihr neues Zuhause nach Deutschland gegangen. Sie lebt nun mit der Familie Mestwerdt und wird komplett verwöhnt. Sie hat ihr Traumzuhause gefunden mit zwei Menschen, die sich nur um sie kümmern ! Nach 18 Monaten ist es mir schwer gefallen mich von ihr zu trennen, aber ich wusste sie wird dort geliebt und gut versorgt und bekommt all die Aufmerksamkeit, die sie braucht. Unten gibt es auch neue Fotos von 2 Hunden, die auch ein Zuhause in Deutschland gefunden haben – Bob und Wipsa.
Nun ,ich bin sicher, ich habe einiges vergessen zu berichten, aber genug für heute, demnächst wieder mehr. Ich wünsche allen einen schönen Sommer und nochmals Danke, dass Ihr uns helft, damit wir den Eseln, Hunden Katzen und wem auch immer sonst noch helfen können ! Bilder von den Tieren vom Transport vom 07. Juni in ihrer neuen Heimat
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